37. Kapitel: Der Besuch

Robert staunte nicht schlecht, als am nächsten Morgen ein weisser Mercedes vor seinem Haus anhielt und eine ihm wohlbekannte Person aus dem Auto trat.
„Sybille“, entfuhr es ihm. Eine grazile, vielleicht fünfundvierzigjährige Frau mit wallendem roten Haar lächelte ihn freundlich an. Robert fühlte sich, als sei er aus einem fahrenden Zug herausgeworfen worden. Er überlegte kurz, was er jetzt tun sollte. Sollte er Elsa wecken? Oder wäre es sinnvoller, sich einen Chrüter einzuschenken? Er beschloss schliesslich, die Sache auf sich zukommen zu lassen. Sybille trat auf ihn zu und umarmte ihn.
„Robert, ich habe dich schon so lange nicht mehr gesehen.“
Sie wollte ihn auf den Mund küssen, doch er drehte sich leicht ab, dass sie seine Wange berührte. Es war wirklich lange her. Sieben Jahre? Acht? Er wusste es nicht mehr. Sie trug noch immer ihren Ring. Das wunderte ihn.
Sie blickte ihn ernst an.
„Ich muss mit dir reden, Robert. Im Haus.“
Sie betraten das Haus, als in jenem Moment Elsa aus Roberts Schlafzimmer trat.
„Und wer ist das, wenn ich fragen darf?“ wollte Sybille lächelnd, aber nicht wirklich erstaunt wissen.
„Das ist Elsa.“
Sybille reichte der Frau, die ein Barchetnachthemd trug, die Hand. Erst in jenem Moment bemerkte sie ihr Hinken und blickte Robert fragend an. Auch Elsa blickte ihn fragend an.
„Das ist meine Frau, Sybille“, entfuhr es ihm.

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